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Freitag, 5. Dezember 2014

Bolivien - Copacabana (19.11. - 22.11.2014)

Am Mittwoch morgen ging es dann mit dem Bolivia Hop Bus von La Paz zurück zur Copacabana. Die Copacabana liegt an der bolivianischen Seite des Titicacasees. 


Dort angekommen stellten wir unser Gepäck ab und genossen erst mal seit langem wieder einen leckeren frischen Fisch am Ufer der Bucht. 



Anschließend fuhren wir mit einem Privatboot und anderen Backpackern zur Isla del Sol. Nach einer einstündigen Bootsfahrt kamen wir im Süden der Insel an. Wir stoppten dort und wanderten in 45 Minuten Richtung Norden. 



Leider konnten Annika und Hörb die Wanderung nicht genießen, da Annika ihre Kamera verlor bzw. geklaut wurde. Also liefen die Beiden den kompletten Weg zurück, um die Kamera zu suchen, während Carina sich der restlichen Gruppe anschloss und weiter wanderte. Da es auf der Insel keine Kommunikationswege gibt, war es etwas schwierig, die Gruppe wieder aufzufinden. Doch zum Glück wartete die Gruppe noch auf die Beiden und wir konnten gemeinsam wieder die Insel verlassen. Die Stimmung war natürlich an diesem Tag getrübt. Zudem kam noch dazu, dass unser Zimmer nicht das Schönste war. Am schlimmsten war das Bad. Ekelhafter Gestank kam aus dem Ausguss und das den ganzen Tag. Wir weigerten uns an diesem Tag zu duschen. Wir überlegten schon am nächsten Morgen abzureisen, aber zum Glück taten wir das nicht.
Am nächsten Morgen beschlossen wir, auf den nahe liegenden Kalvarienberg zu wandern. Doch durch die Höhe darf man so eine 45 Minütige Wanderung nicht unterschätzen. Die ganze Zeit auf 3800 m Berg auf. Da kommt man schnell nach 50 m aus der Puste. Mit vielen kleinen Pausen kamen wir dann oben auf dem Berg an. Es war eine herrliche Aussicht über den unendlichen Titicacasee, inmitten einer wunderschönen Landschaft. 






Der Abstieg war durch die vielen unebenen Steinen fast schwieriger als der Aufstieg. Für den nächsten Tag kauften wir uns ein Ticket für den Norden der Isla del Sol. Gespannt fuhren wir am nächsten Morgen mit dem Boot in den Norden. Doch die 1,5 Stündige Bootsfahrt lohnte sich. Wir wanderten gute zwei Stunden durch den unglaublich schönen Norden der Insel. 











Wir bekamen eine traumhafte, idyllische und ruhige Landschaft zu Gesicht und fühlten uns sehr wohl. So macht Wandern gleich viel mehr Spaß. Auf dieser Insel sagen sich auf jedenfall Schwein und Esel "Gute Nacht".
Zurück im Hostel duschten wir in der „Kammer des Schreckens“. Hörb machte den Anfang. Ein lautstarker Schrei ließ Carina und Annika aufschrecken. Hörb bekam einen Stromschlag als er am Duschkopf drehte. Geiles Gefühl zu wissen, das man da selbst noch duschen muss. Carina traute sich als Zweites. Auch sie bekam einen Stromschlag und fand die Dusche alles andere als genussvoll. Nachdem Carina meinte, dass man nur an dem schwarzen Griff (Duschhahn mit Isolierband umwickelt) drehen darf und dabei nichts passieren kann, traute sich auch Annika noch unter die Dusche. Doch kaum zu glauben bei  Annika leitete das Wasser den Strom. Sie bekam vom fließenden Wasser kleine Stromschläge. Mit einer leeren Klopapierrolle stoppten wir das Wasser. Im Nachhinein war das eigentlich nicht mal so ungefährlich. Zum Glück ging es am nächsten Tag zurück ins zivilisiertere Peru.

Mit einem Zwischenstopp in Puno ging es dann abends mit dem Nachtbus von Bolivia Hop weiter nach Cusco. In Puno besuchten wir die Floating Islands, die unserer Meinung eher enttäuschend waren. Wir schlugen uns die restliche Zeit in einem Cafe tod, bevor es dann um 22 Uhr endlich Richtung Cusco ging.



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Der kleine Tripadvisor von uns: 
+ Abgeholt und abgeliefert wird man im Hostel
+ Englischsprachiger Guide
- etwas teuer, Tipp für Bolivia Hop: In La Paz kostet das Ticket nur 299 Bolivianos
- Bus von Puno nach Cusco war aber nicht allzu bequem. Weniger Beinfreiheit als in einem Semi-Cama Bus beispielsweise von Cruz del Sur.
- Angebotene Extra-Touren und Essen mager. Wenn man diese selbst bucht, hat man oft mehr davon. Zum Beispiel: Tour zur Isla del Sol war nur die halbe Miete. Der Norden der Insel wurde gar nicht besucht. Dabei ist der Norden tausendmal schöner!

Trucha in Copacabana

Wenn man vor dem großen Anker in Copacabana steht und zum See raus blickt, einmal nach links drehen und ca. 150 Meter gehen. Dort kommen dann so Imbiss-Buden, in denen es super leckeren Trucha-Fisch für 25 Bolivianos gibt.

Donnerstag, 27. November 2014

Bolivien - Salar de Uyuni (15.11. - 17.11.2014)

Von La Paz aus machten wir uns per Nachtbus auf in die Kleinstadt Uyuni, welche ca. 10 Stunden von La Paz entfernt ist. Von hier aus starten die Ausflüge in die Salzwüste. Die zehnstündige Nachtfahrt dorthin war mal wieder kein Zuckerschlecken. Anfangs war es noch warm im Bus. Aber nachdem der Bus Fahrt aufgenommen hat, merkte man deutlich, dass die Fenster nicht ganz dicht waren. So hatte es dann bald 0 Grad im Bus und es zog ein ungemütliches Lüftchen durch den Bus. Es gab auch einen Pinkelstop mitten in der Nacht in einem sehr kleinen Dorf. Die Toilette hatte Dritte-Welt-Niveau. Zurück im Bus wurden wir dann nach kurzer Zeit vom starken Rütteln des Buses geweckt. Der Bus fuhr abseits der Hauptstrasse auf Wegen auf denen man eigentlich Allrad bräuchte. Das Gerüttel dauerte gut zwei Stunden an. Endlich in Uyuni angekommen, ging es dann bald mit einem Jeep ab ins Gelände. An Bord waren der ausschließlich spanisch-sprechende Guide (war 50 Euro billiger) und drei Bolivianer (Jose, Pepe und Liss). 



Zum Glück sprachen Jose und Liss super Englisch. Sonst wären wir wahrscheinlich aufgeschmissen gewesen. Erster Stop war der Lokomotiv-Friedhof. 



Wir erkundeten die alten Lokomotiven und hatten Zeit, Bilder zu machen. Kurz darauf landeten wir dann endlich in der lang ersehnten Salzwüste. Die Wüste ist unendlich und gleicht einer weißen unendlichen Schneedecke. Ohne Sonnenbrille ging da absolut gar nichts. Dort gab es ein Salzhotel, in dem wir ein leckeres Mittagessen zu uns nahmen. Danach hatten wir Zeit, um die „berühmten“ Bilder  zu machen.
Doch es stellte sich schnell heraus, dass dies gar nicht so einfach ist. Wir probierten und probierten in der Hoffnung, dass das ein oder andere Bild gelungen ist. 






Pepe und seine zwei Begleiter kamen noch dazu und wir schossen gemeinsam lustige Bilder. Anschließend ging es noch zu der Kaktusinsel. Eigentlich hätte man dort Eintritt bezahlen müssen um die Insel zu besichtigen, doch uns reizte die Insel gar nicht, also genossen wir den Anblick von außen. Im Anschluss ging es mit dem Jeep in Richtung Unterkunft für die Nacht. Das Ziel sollte ein Salzhotel sein. Nach zwei Stunden kamen wir endlich an. Doch das angebliche Salzhotel war eine kleine Herberge. 



Ausschließlich der Boden und die Wände bestanden aus Salz. Wir waren eine sehr aufgeschlossene und lustige Truppe und ließen den Tag mit einigen Runden Schnaps und einem guten Abendessen ausklingen. Am nächsten Morgen fuhren wir einige Lagunen ab. Unter anderem die Laguna Verde und Colorado. 


Dort konnte man viele Flamingos beobachten. Zum Mittagessen stoppten wir an der Laguna Azul. In eisiger Kälte und bei Nieselregen durften wir dann unser leckeres Mittagessen genießen. Um drinnen essen zu dürfen, hätte man wieder was zahlen müssen. Tzzz. Aber es gab WiFi. Hätte aber auch 2 Dollar gekostet. Tzzzzzz.


Nach dem Mittagessen fuhren wir noch zur Laguna Colorado und in die Siloliwüste um den berühmten Stone Tree (ein baumförmiger Felsen) zu sehen. Kurz darauf fing es dann das Schneien an. Am späten Nachmittag kamen wir dann in der letzten Unterkunft dieser Dreitagestour an. 


Im Vorfeld hieß es, wir brauchen unbedingt einen Schlafsack, den man sich vor Ort leihen kann. Ja Pustekuchen. Natürlich hatten wir nicht die Möglichkeit, uns einen Schlafsack zu mieten. Wir wärmten uns bei Tee, Schnaps und Plätzchen auf und spielten UNO. Wir spielten auf spanisch und die Bolivianer auf Deutsch. Wir erfuhren von unseren drei Mitreisenden einiges über Land und Leute und konnten ihnen auch viel von uns erzählen. Nach dem Abendessen packten wir uns warm ein. Uns blieb nicht viel Zeit, denn pünktlich um 22 Uhr ging das Licht bzw der Strom aus. Alles was wir dabei hatten, wurde angezogen. Es fing an mit Strumpfhose, Leggins, Jogginghose, Wollsocken, Unterhemd, Schlafanzug, dicker Pulli, Schal, Mütze und zum Schluss zwei dicke Bettdecken. Kaum zu glauben aber wir überlebten die Nacht, ohne groß zu frieren. Doch die Nacht war kurz, denn um 4 Uhr hieß es schon wieder Aufstehen. Im Dunkeln hieß es dann, Anziehen, Sachen packen und frühstücken. Schon ziemlich hart wenn es draußen gefroren hat und es einfach arsch kalt ist. Dick eingepackt ging die Fahrt zu den Gysieren. Mittlerweile waren wir auf 5100 m und es schneite ganz schön arg. Wenigstens hatten wir für einen Tag Winterfeeling.



Den Rest des Tages verbrachten wir so gut wie nur im Auto, da wir den ganzen Weg, den wir zurück gelegt hatten auch wieder zurück fahren mussten. Müde und erforen kamen wir am späten Nachmittag in Uyuni an. Wir packten unsere kleinen Rucksäcke um, gingen noch was Essen und fuhren dann mit dem Nachtbus zurück nach La Paz. Kein Spaß wenn man erforen und nass ist. Es folgte Horrorfahrt Nummer Zwei. Wir kamen morgens um 7 Uhr in La Paz an und machten uns gleich auf den Weg in das Hostel Loki, das im Gegensatz zu dem IntiWasi Luxus für uns war. Gibt doch nichts schöneres, als nach vier Tagen endlich wieder zu duschen. Kaum zu glauben, wie man auf so einer Reise seine Bedürfnisse minimieren kann. 

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Tipps:
Busticket nach Uyuni am Busterminal in La Paz kaufen: Kostet ca. 110 Bolivianos bei Cruz del Norte

Ganz Mutige können die Salar de Uyuni Tour auch in Uyuni selbst buchen. Wir haben die Tour in La Paz gebucht und 750 Bolivianos gezahlt. Die Bolivianer, die mit im Jeep waren, haben das gleiche bezahlt.

Bus von Uyuni nach La Paz könnt ihr gleich nach der Ankunft in Uyuni kaufen. Kostet ebenfalls um die 110 Bolivianos.

Klopapier nicht vergessen!

Sonntag, 23. November 2014

Bolivien - La Paz (12.11. - 14.11.2014)

Beeindruckt von dem Lichtermeer auf die inoffizielle Hauptstadt Boliviens kamen wir spätabends in La Paz an. 



Dank Jose, den wir noch aus Arequipa kannten und den wir zufällig wieder in Copacabana trafen, stiegen wir im absoluten Insider Hostel IntiWasi ab. Das ultra Low-Budget Hostel für 30 Bolivianos pro Privatzimmer (das sind keine 4 Euro!) war nicht mal in Tripadvisor zu finden. Positiv war, dass sich das Hostel sehr zentral befand. Das war aber auch die einzig positive Seite des Hostels. Insgesamt war es aber sehr sehr heruntergekommen. Wobei es noch nie bessere Zeiten gesehen hat. Es war einfach ein notdürftig umgebautes Wohnhaus. Da wir nur zwei Nächte in La Paz blieben, sprangen wir über unseren Schatten und zogen ein. Als wir die Hostelbesitzer, welche auch im Hostel lebten, fragten ob die Übernachtung mit Frühstück sei, meinte sie nur „Nein, aber es gibt kostenloses Wlan“. Hier in Bolivien ist jedes Hostel anscheinend stolz Internet zu haben. Aber was für Internet. Schon das Senden einer Whatsappnachricht dauerte gefühlt Stunden.

In Bolivien sind die Leute teils sehr unfreundlich und gewöhnungsbedürftig für uns Deutsche. Im Bus hört man über das Handy Musik ohne dabei Kopfhörer zu verwenden. Oder singt aus Langeweile einfach lauthals sein Lieblingslied. Wenn es sein muss, zwanzig mal hintereinander. Die Kinder werden hier mit Coca Cola, Chips und Keksen vollgestopft und bis zum dritten Lebensjahr gestillt. 


Beim Einkauf auf der Straße darf man auch nicht zimperlich sein. Verkäuferinnen stillen während sie Lebensmittel verkaufen. Sieht man an einem Verkaufsstand etwas, was man vorher noch nie gegessen hat und möchte nur ein kleines Stück probieren, um es anschließend möglicherweise auch zu kaufen, bekommt man nur eine unfreundliche Absage. Auch das Spucken auf die Straße gehört hier zur Tagesordnung. Wenn man eine öffentliche Toilette besuchen will muss man dafür zahlen. Hierzu muss man das Geld passend haben, sonst hat man keine Chance das WC benutzen zu dürfen. Auch das Mitbringen von eigenem Klopapier ist hier ein Muss. Es ist also nicht verwunderlich, dass Eltern ihre Kleinkinder zum Pinkeln an die Straße stellen. Zugegeben, die hygienischen. Verhältnisse sind nicht die Besten. 





Aber man kann gut und günstig Essen in La Paz, besonders im Mercado. Dieser Mercado sieht aus wie ein Parkhaus, indem sich viele Schuhschachtel-große Restaurants befinden. Der Mercado ist in Bereiche eingeteilt, in denen es entweder nur Frühstück, Mittagessen oder frisch gepresste Säfte und Smoothies gibt. Hier kann man für 10 Bolivianos (1,12 €) ein Hauptgericht mit Suppe essen. Frisch gepresste Säfte 0,5 Liter gibt es für 5 Bolivianos (0,56 €). Falls man diesen „To-Go“ möchte, bekommt man ihn in eine Plastiktüte gefüllt. Entweder man trinkt den Saft mit Strohhalm oder man knotet die Tüte zu und beißt eine Ecke auf.




La Paz wird als die Andenmetropole bezeichnet und ist die höchstgelegenste Großstadt der Welt. Der höchste Punkt der Stadt liegt auf 4100 Meter und der tiefste Punkt liegt 1000 Meter darunter. Der Temperaturunterschied zwischen Berg und Tal liegt bei 10 Grad Celsius. Im Tal befindet sich das Stadtzentrum. So sieht La Paz von oben aus wie eine Schüssel. Im Tal wohnen die wohlhabenden Familien da es wärmer ist und die Armen oben am Berg in El Alto. Verbunden wird das Stadtzentrum mit dem Arbeiterviertel El Alto mit einer Gondel. Wir haben uns natürlich nicht die Chance entgehen lassen und sind mit dem wackeligen Ding nach oben gefahren. Wir haben uns etwas im Arbeiterviertel umgeschaut. Doch als es dunkel wurde und die Feuertonnen vor den Baracken angemacht wurden, sind wir doch lieber zurück zur Gondelstation gegangen. Wir genossen dort den super Blick auf La Paz bei Nacht vom „Mirador Titanic“.











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Tipps:
Loki Hostel ist echt top und kostet ca. 8,50 Dollar.
Die Gondel über die Stadt muss man machen. Kostet nur 3 Bolivianos. Die gelbe Linie ist die Längste.
Von Arequipa nach La Paz sind wir über zwei Busse gekommen. Gebucht haben wir die Busse im Reisebüro, da es uns zu blöd war, deswegen extra zum Busterminal zu fahren. Von Arequipa nach Puno sind wir mit Civa für 25 Sol gefahren. Und von Puno nach La Paz haben wir Peru Tours für 50 Sol gebucht. Das war aber etwas überteuert, was wir im Nachhinein festgestellt haben. Außerdem mussten wir mit Peru Tours ab Copacabana mit einem Chicken Bus fahren.