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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Costa Rica - Jaco (22.10. - 28.10.2014)

Laut unserer Zeitplanung wären wir Nachmittag um 3 Uhr in Jaco angekommen. Aber wie das in Costa Rica so ist, passiert hier der ein oder andere Unfall. Wie zum Beispiel auf unserem Weg nach Jaco, der durch eine wunderschöne Landschaft führte. Eigentlich ist nicht viel passiert, aber die beiden Autos blockierten blöderweise die komplette Straße, so dass der Bus nicht vorbeifahren konnte. Erst als die Polizei den Unfallort erreichte, dies dauerte allerdings 1,5 Stunden. Sie nahmen den Unfall in 10 Minuten auf. Danach konnten wir die Fahrt fortsetzen. Aufgrund der kleinen Verzögerung kamen wir erst abends um 6 Uhr in Jaco an. Wir hatten keinen Plan, wo sich die Hostels befinden, da wir etwas überrascht waren, dass Jaco so groß ist. Jaco ist ein Partyort an der Pazifikküste, der am Wochenende von vielen Touristen vor allem Amerikanern besucht wird.





Nach einer halben Stunde haben wir endlich ein Hostel gefunden. Doch die Zimmer ließen zu Wünschen übrig. Da es aber schon dunkel war und es geregnet hatte, blieb uns nichts anderes übrig, als die erste Nacht dort zu verbringen. Anschließend machten wir uns auf den Weg um Geld abzuheben und schauten uns gleich noch nach einem anderen Hostel um. Leider haben wir nichts in unserer Preisklasse gefunden, das unseren Vorstellungen entsprach. Auf dem Rückweg zum Hostel fiel uns ein Hotel auf, welches gleich neben an war. Wir hatten ja nichts zu verlieren und fragten nach Zimmern. Glücklicherweise waren es schöne private Zimmer mit anständigem Bad. Sogar billiger als das Hostel, das wir uns eigentlich ursprünglich für die erste Nacht ausgesucht haben. Wir kamen auf die super Idee doch noch umzuziehen. Also gingen wir wieder zurück und sagten zu der Frau an der Rezeption, dass wir was gefunden haben, dass uns mehr anspricht. Sie meinte, es wäre kein Problem solange wir noch nichts im Zimmer benutzt haben. Das Gepäck stand am Boden, also konnte uns nichts mehr daran hindern. Als wir das Gepäck holen wollten, kam plötzlich der Chef vom Hostel. Er schrie uns an, was uns einfällt jetzt auszuchecken. Es sei nicht möglich einfach wieder auzuchecken. Wir hätten das Zimmer benutzt und also müssen wir den vollen Zimmerpreis bezahlen. Er war sehr aggressiv, alkoholisiert und zugekifft. Wir holten unser Gepäck und gingen erneut zur Rezeption. Die Frau entschuldigte sich und meinte, dass wir das Zimmer nicht zahlen müssen, jedoch das Pfand für den Zimmerschlüssel (10 Dollar) bekommen wir nicht mehr zurück. Uns hielt hier nichts mehr und so konnten wir dann endlich in das Hotel de Haan nebenan einchecken. Der Besitzer schenkte uns die erste Nacht, aufgrund des Theaters mit dem Hostelbesitzer neben an. Die ersten Tage war es etwas komisch an dem anderen Hostel vorbei zu gehen. Und wir gingen ca. 5 mal am Tag dort vorbei. Wir verbrachten die Tage am Strand und eigenen Pool. Der war echt geil. 




Im Hotel war auch immer gut was los. Abends waren wir meistens Essen, bummelten entlang der Promenade und genossen das ein oder andere Bierchen mit den anderen Hotelbesuchern. Am Lustigsten war es mit zwei Holländern. Die sprechen wirklich das beste Englisch. Und gelernt haben wir auch was. Niederländer bezeichnen sich selbst als Holländer. Ach ja, vorsicht vor Papageien!! Carina und Hörb waren gerade am Heimweg von einem romantischen Ausflug als zwei Papageien auf einem Baum saßen und miteinander spielten. Wir pirschten uns ran um sie zu fotografieren. Als die ersten Bilder im Kasten waren, versuchte Carina mit einem freundlichen „Hola“ Kontakt zu den beiden Papageien herzustellen. Die Papageien hatten weniger Lust auf einen Plausch und setzten zum Tiefflug an. Sie versuchten auf Carina´s Füße einzuhacken. Glücklicherweise kam Carina eine Passantin zur Hilfe und vertrieb die Papageie. Hörb blieb unterdessen auf der anderen Strasse und schoss weiter Bilder.



Am letzten Abend ließen es wir uns in der Taco Bar gut gehen. Es war seit Wochen das beste Essen. 



Am Mittwoch ging es zurück nach Alajuela, wo wir die letzte Nacht vor unserem Flug nach Peru verbrachten.

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Tipps:
Hotel de Haan ist wirklich top und kostet nur 10 Dollar.
Der Busbahnhof ist nur etwas außerhalb von Jaco. Da muss man schon eine gute halbe Stunde laufen. Der Bus von Jaco nach Alajuela hat 2.450 Colones gekostet. Da der Busfahrer nur über den Flughafen in Alajuela fuhr, mussten wir noch für 550 Colones vom Flughafen nach Alajuela fahren. 
Costa Rica Busplan
In Alajuela waren wir im Hotel Los Volcanos für 13 Dollar. War super.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Costa Rica - La Fortuna (19.10. - 22.10.2014)


Sonntag früh ging es gleich nach dem Frühstück mit dem Bus zur Grenze. Wir kamen ziemlich zügig durch, mussten allerdings 2 Stunden an der Grenze auf den Bus nach La Fortuna warten. Es ging 6 Stunden quer durch die Pamper auf Schotterstraßen mit riesen Schlaglöchern. Kurz vor La Fortuna mussten wir nochmal umsteigen. Es war bereits dunkel und es hat geregnet. Wir standen mit dem ganzen Gepäck im kleinen ausgestorbenen Dorf „El Tanque“ und warteten vergeblich auf den Bus. Nach einer Stunde wurde es gruselig und wir nahmen ein inoffizielles Taxi. Dies brachte uns in das Arenal Backpackers Resort. Dort übernachteten wir für 15 Dollar in einem 8-Bett Zimmer. Scheiße teuer, aber es hatte einen ultra großen Pool. Am nächsten Morgen suchten wir uns inmitten des Zentrums ein günstigeres Hostel und zogen dorthin um. 







Von dort aus erkundeten wir den Ort und kochten uns seit Langem mal wieder Nudeln mit Tomatensoße. Am Dienstag haben wir für 30 Dollar eine Dschungel-Tour gebucht. Die Tour ging zuerst zu einer Observation Lodge. Echt geile Aussicht auf den Vulkan Arenal und der Lagune Arenal. 



Als wir an der Aussichtsplattform ankamen, hat es wie üblich zum Regnen angefangen. Trotzdem machten wir fleißig Fotos, ließen uns von unserem Guide eine kleine Einführung geben und maschierten dann in den Regenwald. Los ging es über die erste Hängebrücke vorbei an verschiedenen Pflanzen und Bäumen. 





Es war wie am Wandertag in der Schule. Wir lernten viel über die Tiere und Pflanzen dort. Haben aber wahrscheinlich das Meiste mittlerweile schon wieder vergessen. Wir konnten verschiedene Tiere beobachten und kamen an einem Wasserfall vorbei. 


Anschließend liefen wir zurück zur Aussichtsplattform. Inzwischen war es dunkel und die Fahrt zu den Hot Springs (heiße Thermalquellen) stand als letzter Punkt auf der Dschungel Tour. Doch die Fahrt wurde von einem kleinen unschönen Unfall unterbrochen, denn der Fahrer fuhr mit dem Reifen gegen einen Stein. Es machte einen riesen Schlag und der rechte Vorderreifen war platt. Doch das Beste war, dass der Fahrer sich davon nicht beeindrucken ließ und trotzdem noch weiter fuhr. Er hielt erst als wirklich nichts mehr ging. Der Reifen war total platt und die Felge total kaputt, weil wir bestimmt schon einen Kilometer auf der Felge fuhren. Wir mussten mitten in der Pamper aussteigen. Jetzt hieß es Reifen wechseln in der Dunkelheit auf costarikanische Art. Dank einem Amerikaner (sah aus wie Alan von Hangover), der auch noch in unserem Zimmer im Hostel war, konnte nach ca. einer Stunde endlich der Reifen gewechselt werden. Uns wurde aber zwischenzeitlich himmelangst. Der Ami und der Fahrer fuchtelten wild unter dem Van rum und ein paar Mal rutschte der Van vom Wagenheber herunter. Mit Verspätung ging es dann zu den Hot Springs. 


Die Quellen waren direkt im Regenwald, es war stockfinster und das Wasser hatte 40 Grad Wassertemperatur. Mit Wodka Fresca und Schlamm Masken wurden wir für den nervenaufreibenden und anstrengenden Tag belohnt. Nach 1,5 Std fuhren wir dann zurück ins Hostel. Wir ließen den Abend mit einem Cocktail an der Poolbar ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Jaco.

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Tipps:
Das Arenal Hostel Resort ist ganz ok. Das Sechs-Bett-Zimmer kostet 10 USD. Frühstück gibt es keines. Aber dafür gibt es ja Musmanni. Eine echt gute Bäckerei-Kette.
Von Nicaragua nach La Fortuna war es nicht ganz einfach. Zuerst nahmen wir den Bus an der Grenze nach El Tanque für 3700 Colones. Die Fahrt dauerte ewig und war nicht gerade angenehm.
Von El Tanque sollte eigentlich regelmäßig ein Bus gehen. Der kam aber nicht. So mussten wir ein Taxi für 3000 Colones nehmen.
Die Tour kostete uns 30 USD pro Nase und war angeblich ein "Special"-Price.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Costa Rica - Sámara (5.10. - 10.10.2014)

Von Montezuma aus machten wir uns auf den Weg in das 55 km entfernte Sámara. Jedoch haben wir das tolle Verkehrsnetz in Costa Rica unterschätzt. Anstatt einfach entlang der Küste zu fahren, ging die Reise mit dem Bus nach Paquera, dann mit der Fähre zurück aufs Festland nach Puntarenas. Weiter ging es mit dem Taxi an die Panamericana und anschließend mit dem Direktbus nach Sámara. 8,5 Stunden und 219 Kilometer später sind wir am Ziel angekommen. Wenn man ein paar Euros sparen will, muss man eben einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und etwas mehr Zeit mitbringen. In Sámara wurden wir von einem gebürtigen Neumarkter abgeholt, der seit 17 Jahren in Costa Rica lebt. Durch ihn haben wir sehr viel über das Land und das Leben in Costa Rica erfahren. Sein Haus ist nicht weit vom Strand entfernt. Genau gesagt in 3 Minuten steht man im Meer. Da das eigene Boot blöderweise ausgefahren werden musste, nutzten wir die Gelegenheit und sprangen mit aufs Boot. Leider war die See etwas unruhig. So schaukelte das kleine Boot ganz schön hin und her. Uns Landratten ist das schon nach kurzer Zeit nicht so gut bekommen. Auf hoher See hat sich die Anzahl der Angler drastisch reduziert. Nur noch Herbert, der Gastgeber und sein Angestellter holten die Fische im Minutentakt aus dem Meer. Carina und Annika konnten leider nicht, da sie mit der Übelkeit stark zu kämpfen hatten. Als Belohnung gab es abends den frisch gefangenen Fisch. Einmal aus der Pfanne rausgebacken, dann Languste gegrillt und Ceviche. 










Ceviche ist ein typisch lateinamerikanisches Gericht mit rohem Fisch, Tintenfisch und Austern eingelegt in Limettensaft und mit Knoblauch und Zwiebelringen versehrt. Das Essen war ein wahrer Gourmetschmaus. Vielen Dank an die Angler, denn ohne sie hätten wir kein Gourmetessen gehabt.
Die Einheimischen wachsen schon mit dem Fischen auf. So tauchen sie mit der Harpune runter und fangen die verschiedensten Fische und Krebse damit. 
Einen Tag darauf nutzten wir das nicht so schöne Wetter um einen Ausritt mit Pferden zu machen. Hoch zu Roß ging es im Galopp den Strand entlang und dann hoch auf eine Erhöhung. Von dort aus hatte man eine super Aussicht auf den Strand von Sámara. Die Folgen von dem Ausritt waren allerdings fatal. Da wir uns leider für kurze Hosen entschieden hatten, haben wir uns die kompletten Waden und Schenkel aufgescheuert. Die erst leichten Verletzungen wurden zu offenen Wunden die täglich mehr und mehr eiterten. Wir konnten nicht mehr sitzen und hatten ziemlich starke Schmerzen. Bis die Wunden verheilen wird es noch einige Zeit dauern und große Narben werden uns immer an diesen Ausritt erinnern.




Insgesamt waren es dennoch super schöne entspannte Tage. Es war mal wieder schön am anderen Ende der Welt sich heimisch zu fühlen.

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Tipps:
Mit dem Bus von Samara zur Grenze von Nicaragua ist es nicht ganz einfach. Zuerst muss man nach Nicoya. Dort muss man ca. 300 Meter zur anderen Busstation laufen, von wo aus die Busse nach Liberia gehen. Einfach durchfragen und nebenbei die Taxifahrer abwimmeln. In Liberia muss man dann zum Glück nicht das Busterminal wechseln. Einfach Richtung Penas Blancas.


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Costa Rica - Montezuma (29.09. - 05.10.2014)

Von Bocas aus sollte es mit einem Zwischenstopp von einer Nacht in San Jose weiter an die Pazifikküste auf die Halbinsel Nicoya gehen. Wir hatten jedoch unsere Rechnung ohne den zickigen Bankautomaten gemacht! Nur mal kurz Geld abheben und das in der Hauptfilliale der Banco de Costa Rica. Doch weder Geld noch Kreditkarte gab der Automat zurück! Juhu! Es ist auch noch Samstag Nachmittag und die Bank macht erst Montag um 9:00 Uhr wieder auf. Also hieß es 2 Tage in San Jose verdandeln.
Montag morgen ging es mit dem Rucksack am Rücken und der Kreditkarte wieder im Gepäck auf die Halbinsel Nicoya. Genauer gesagt nach Montezuma, einem gemütlichen Surfer Ort. 

Bereits die erste Nacht im Hostel war ein Erlebnis für sich. Kurz nachdem jemand mit der Taschenlampe in unser Zimmer leuchtete, begann die Frau im Zimmer nebenan lautstark zu schreien...Wir waren uns sicher, es war ein Überfall. Als die Frauenstimme nicht mehr zu hören war, kamen uns (überwiegend Carina) Mordgedanken in den Kopf! Jetzt bekamen wir es mit der Angst zu tun. Der Fall wurde nie gelöst, da am nächsten Morgen das Zimmer leer war.
Da an der Pazifikküste gerade Wal Zeit ist, war schnell klar das wir eine Bootstour machen müssen. Wir entschieden uns für die Tortuga Snorkeling Tour. Zuerst sprangen die Delfine neben unseren Boot aus dem Meer. Danach ging es weiter zur Insel Tortuga, bei der wir an einem nahe liegenden Felsen Schnorcheln konnten. Nach dem Schnorcheln ging es auf die Insel Tortuga selbst, wo ein leckeres Mittagessen auf uns wartete. Es gab frisch gefangenen Fisch mit Reis, Knoblauchbaguette und frischem Obst. Den Fisch holten wir übrigens bei der Hinfahrt direkt vom Meer von einem Fischerboot. Dazu ein zwei kühle Bier. Im Anschluss konnten wir unsere vollgeschlagenen Bäuche an einem schönen Strand in der Sonne bruzeln lassen. 

Nach zwei Stunden ging es nochmal eine Runde Schnorcheln, allerdings war das Wasser nicht das klarste und außer ein paar bunte Fische haben wir auch nichts gesehen. Am Nachmittag ging es zurück nach Montezuma. Da der Wellengang stärker war, mussten wir unsere Taschen in einen Müllsack packen und los ging die Fahrt. Soll mal noch einmal jemand sagen Turbulenzen im Flieger sind schlimm. Mittlerweile haben wir vor dem Boot- und Busfahren mehr Angst. Uns hat es von links nach rechts geschleudert, sodass uns wirklich jedes Körperteil weh tat. Kurz vor Montezuma haben wir dann endlich einen Wal gesehen. Kurz danach haben wir nochmal eine Mama mit ihrem Baby beobachten können. Für ein Foto hat es leider nicht gereicht, da die Wale nicht so hochsprangen wie wir dachten. Fazit des Tages: Für 40 Dollar hatten wir ein sehr leckeres Mittagessen mit kurzem Dolphin und Walewatching und nicht so atemberaubenden Snorkeling.



Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuß auf dem Weg zu dem 30 Minuten entfernten Wasserfall in Montezuma. Wir gingen eigentlich davon aus, das zu dem Wasserfall ein gemütlicher Wanderweg hin geht, bei dem man vielleicht mal über ein paar Steine im Fluss hopsen muss. Weit gefehlt. Am Ende taten uns neben den Arschbacken von der Vortagesbootstour auch noch die restlichen Knochen weh. Zuerst dachten wir, wir haben uns verlaufen, weil wir nach der Hauptstraße (hier eine Hügelpiste aus Schotter) anfangs noch auf einen Feldweg in den Dschungel gingen. Doch dieser endete dann plötzlich am Ufer und wir wussten nicht mehr weiter. Einem holländisches Pärchen war es dann zu schwierig und drehte um. Den 10 Meter breiten Fluss müssen wir anscheinend überqueren. Jedoch ragten nur vereinzelnd Steine aus dem Wasser. Wie tief dort der Fluss ist, wussten wir auch nicht. Das Überqueren wurde zur Mutprobe. Gleichgewichtssinn und Geschick waren gefragt. Nach der Flussüberquerung ging es zu einem Klettersteig ohne Sicherung. Zum Glück hatten wir uns vorher entschieden unsere Wanderstiefel anzuziehen denn sonst wären wir aufgeschmissen gewesen. Endlich am Ziel angekommen erwartete uns ein 25 Meter hoher Wasserfall. Schon faszinierend... Leider mündete der Wasserfall in eine Dreckbrühe. Annika war so mutig und wagte einen Spung in das braune Wasser. Um uns den Wasserfall mal von oben anzusehen, mussten wir einige hundert Stufen bewältigen. Oben angekommen war es anders als erwartet. Leider konnten wir nicht gleich von oben an die Kante des Wasserfalls. Ein kleinerer Wasserfall war davor. Von dem aus hätten wir erst runterspringen müssen um an die Spitze des großen Wasserfalls zu kommen. Da hatten wir dann doch ein wenig Schiss. Deshalb machten wir uns wieder auf den Rückweg. Beim Abstieg hat es dann Hörb erwischt. Er rutschte ab und fiel aus zwei drei Meter Höhe in den Fluss. Zum Glück war an dieser Stelle der Fluss tief genug. Hörb tauchte nur kurz ab. Patschnass und total KO kamen wir am Nachmittag wieder am Hostel an.



An den Strände um Montezuma herum sind sehr viele Felsen. Teilweise sind große Felsenplatten direkt am Wasser. Auf den Felsenplatten waren einige Kuhlen in denen sich das Wasser staute. Es waren richtige Swimming Pools.




Montezuma hat auch eine Schildkröten-Farm direkt am Strand. Wir hatten Glück und konnten beobachten wie dort die geschlüpften Schildkröten ausgegraben wurden und sich die kleinen Babys vom Strand auf dem Weg ins Meer machten.



Reisetipps:
Von San Jose gibt es ein oder zwei Direktbusse nach Montezuma. Busplan Costa Rica
Das bequeme daran ist, der Bus fährt mit rüber auf die Halbinsel Nicoya und man muss nicht sein Gepäck aus dem Bus tun. Umsteigen mussten wir aber trotzdem komischerweise in Cobano. Ansonsten kann man einfach nach Puntarenas fahren und dort die Fähre nach Paquera nehmen. Von Paquera aus fahren regelmäßig Busse nach Montezuma.

Für das kleine Stück von Montezuma nach Samara brauchten wir fast einen ganzen Tag. Es ginge zwar schneller per Boot oder per Taxi, ist aber ziemlich teuer. Wir sind wieder zurück bis nach Puntarenas und dort nahmen wir dann ein Taxi zur Panamericano (sind ca. 7 Km). Aber Vorsicht, der Direktbus nach Samara dreht in Puntarenas eine Schleife. Der Bus fährt also irgendwo runter von der Panamericano und irgendwo wieder drauf. Wir haben uns durchgefragt, bis wir in einem Bus nach Liberia drin waren und der Busfahrer dann den anderen Busfahrer anrief um rauszufinden, wo er uns auf der Panamericano wieder raus werfen kann. Zum Glück hat alles geklappt. Jedoch hat uns der Busfahrer für die Fahrt von Puntarenas nach Samara 5000 Colones abgenommen.

Montag, 22. September 2014

Costa Rica - Puerto Viejo (14.09. - 19.09.2014)

Puerto Viejo ist ein sehr touristischer Ort an der karibischen Küste von Costa Rico, kurz vor Panama. Der Ort ist ganz dem karibischen Charm verfallen. Hier lebt man den Reggae Livestyle. Die Einheimischen sind dunkelhäutig mit Dreadlocks. Es gibt tolle Bars aus denen Reggaemusik zu hören ist. 

Das beliebteste Fortbewegungsmittel hier ist das Fahrrad. Deshalb haben wir uns auch eines ausgeliehen um in den 12 km entfernten Ort Manzanillio zu fahren. Sehr empfehlenswert bei 32 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit, denn bei gefühlten 50 Grad und Tropenhaus Klima macht radeln jede menge Spaß.

Im Nachbarort Cahuita haben wir den Nationalpark besucht. Dschungeltour auf eigene Faust. Außer unzählige Krebse konnten wir dort auch Affen in freier Wildbahn sehen und nach langem suchen haben wir sogar eine gelbe Schlage entdeckt (alle anderen Tiere konnten nur uns beobachten). In dem Areal verstecken sich traumhafte unberührte Strände, welche eine Abkühlung im glasklaren Meer bieten.

Tipps:
- In Puerto Viejo unbedingt in das Pagula. Absolut das Beste dort. Aber frühzeitig ankommen. Das Hostel nimmt keine Reservierungen an.
- Der Strand "Playa Cocles" ist ungefähr ein Kilometer südlich von Puerto Viejo und ein super Badestrand.

Costa Rica - San Jose (11.09. - 14.09.2014)

Nach dem Check out verbrachten wir die nächste Stunde vor dem Geldautomat um endlich Geld mit unserer extra beantragten Visa Karte abzuheben. So, endlich Costa Ricanische Colones in der Tasche. Ab ins Hostel nach San Jose Downtown. Nur wie, wenn kein Costa Ricaner an der Bushaltestelle Englisch spricht. Mit gebrochenen Spanisch und Zeichensprache ging es dann doch. Auch den Busfahrer haben wir nicht verstanden, aber er hat uns nicht über den Tisch gezogen. Letztendlich sind wir doch in Downtown gelandet und dort dann gleich ins nächste Taxi gestiegen. Vor dem Hostel angekommen, wartete schon das nächste Problem. Es war 6 Uhr morgens und der Hostelbesitzer schlief noch. Keine 5 Meter neben dem Hostel schlief ein Obdachloser auf dem Bürgersteig. Wir warteten vergeblich darauf, dass der Hostelbesitzer die Tür öffnet.  Irgendwann ist es uns dann zu gefährlich geworden. Wir saßen mit dem ganzen Hab und Gut in einer Nebenstraße. Wir gingen deshalb zu einem naheliegenden Hotel und setzten uns dort an den Eingang. Nach zwei Stunden gingen wir zurück zum Hostel und wir hatten Glück, denn der Hostelbesitzter war mittlerweile wach und öffnete uns die Tür. Whuu, endlich in Sicherheit. Wir hatten ein Sechsbettzimmer, dass wir uns mit einem Amerikaner (Josh oder auch liebevoll Schore genannt) teilten. Das Hostel „van Gogh“ war ruhig und sauber. Es war auch gut gelegen und bot einen guten Ausblick.

Aussicht Hostel Van Gogh San Jose

San Jose ist sehr gewöhnungsbedürfttig...
Hier herrscht das totale Verkehrschaos, die Straße zu überqueren wird zur Mutprobe. Die Armutsrate ist hier sehr hoch, es leben jede Menge Leute auf der Straße zwischen Müll und Dreck mit zerrissener Kleidung. Man sieht niemanden mit einem Smartphone in der Hand rum laufen, da dieses spätestens nach 5 Minuten geklaut werden würde. Richtig sicher fühlt man sich hier nicht. Es wird einem auch geraten, nach 17 Uhr das Haus nicht mehr zu verlassen.
Da wir in der Regenzeit in San Jose waren konnten wir auf den Straßen fast das Seepferdchen machen. Bei der nächsten Reise während der Regenzeit, nehmen wir auf jeden Fall nen Knirps mit.

Der Volkan Poas hat uns den Aufenthalt in San Jose verschönert. Der Krater war sehr imposant. In mitten des Kraters war ein blauer See aus dem eine riesige Schwefelwolke aufstieg.

Volkan Poas