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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Peru - Cusco (23.11. - 06.12.2014)

Der letzte Stopp auf dem Bolivia Hop Bus war Cusco. Bereits in Lima haben wir den Inka Trail (4 Tage und 3 Nächte) gebucht. Am Abend vor dem großen Tag war noch einen letzte Vorbesprechung. Der Guide kam ins Hostel und ging die Details mit uns durch. Zu unserer Überraschung erklärte er uns, dass der Trail nicht so verlaufen wird, wie wir ihn gebucht hatten. Anstatt in Wiñaywayna müssen wir nun in einem anderen Camp schlafen. Das heißt, wir müssen am letzten Tag 3 Stunden länger wandern und kommen so erst um 10 Uhr anstatt morgens um 7 Uhr am Machu Picchu an. So haben wir keine Chance mehr den Sonnenaufgang zu sehen und der Maccu Picchu ist bis dahin schon voll mit Menschen. Eine Auftragsbestätigung ist in Lateinameria anscheinend nur ein Plan zur Orientierung bzw. um Touristen locken. Am 1. Dezember ging es um 7 Uhr morgens los. Unsere Gruppe bestand aus 6 Personen. Annika, Herbert, Carina, zwei Neuseeländern Mathew und Byron und einem Amerikaner Brent. 



Begleitet wurden wir von unserem Guide names Mario und 5 Trägern sowie einem Koch. Wir fuhren mit dem Bus also erst nach Ollantaytambo. Dort hatten wir noch die Möglichkeit die letzten Besorgungen wie Regenponcho und Frühstück zu kaufen. Anschließend ging es weiter mit dem Bus zu "Kilometer 82". Von dort aus starteten wir unseren Trail. Nun hieß es Schlafsäcke und Isomatte an den Rucksack binden und los marschieren. 



Die Träger wurden mit dem ganzen Proviant belanden. Jeder Porter und auch der Koch mussten jeweils mehr als 25 Kilo auf auf dem Rücken tragen. Sie mussten alles tragen was wir die nächsten 4 Tage benötigen. Wirklich alles. Die Zelte zum Schlafen, das Zelt zum Essen, Kochgeschirr, Lebensmittel, ja sogar den Tisch und die Stühle wurden verpackt und auf dem Rücken verstaut. Der erste Tag war sehr angenehm zu wanden. Bereits nach einer Stunde sahen wir die ersten Inka Ruinen.






Kurz danach gab es dann schon Mittagessen. Das Tempo war sehr angenehm. Zum Essen gab es als Vorspeise Suppe und als Hauptgericht Nudeln mit Tomatensoße. 



Nach einer ausgiebigen Pause (Siesta) ging die Wanderung weiter. Es war ein stetiges bergauf und bergab, was jedoch leicht zu bewältigen war. Unser Nachtquartier war ein Garten mit Hühner und Eseln. 



Die Träger sind bereits voraus gelaufen und bis wir ankamen, hatten diese bereits das Zelt aufgebaut, Popcorn gemacht und den Tisch eingedeckt. 




Nach der Happy Hour gab es dann auch schon Abendessen. Die sanitären Anlagen waren gewohnt schlecht ohne Strom und ohne Warmwasser. Geschafft von dem Tag breiteten wir unsere 40 cm schmalen Isomatten und die Schlafsäcke im Zelt aus und sind auch gleich eingeschlafen. Am zweiten Tag wurden wir um 4:30 Uhr mit Coca Tee geweckt. An dem Tag standen 8 Stunden Wanderung und über 1000 Höhenmeter auf dem Programm. Gleich zu Beginn mussten wir den 4.200 Meter hohen Pass "Abra de Warmiwañiusca" oder auch "Dead Woman's Pass" genannt, bezwingen. Also packten wir wieder unser Hab und Gut und machten uns auf den Weg. Der „Weg“ nach oben der aus großen Steinen, Stufen und Schotter bestand war kein Zuckerschlecken. Positiv war, dass jeder sein eigenes Tempo gehen konnte und die Gruppe immer am nächsten Aussichtspunkt auf jeden wartete. Jeweils nach zwei Stunden gab es eine größere Pause, wo jeder wieder Kraft tanken konnte für den nächsten Abschnitt. Annika machte der Aufstieg am meisten zu schaffen, sodass sie langsam und gemeinsam mit Hörb den Weg bewältigte. Am höchsten Punkt angekommen, genossen wir erst mal den Ausblick in das AndenTal und verschnauften. 






Danach hieß es 2,5 Stunden nach unten laufen. Kein Spaß wenn es regnet und die Stufen einfach nur steil, uneben, tief und rutschig sind. Doch wir kamen alle heil am Camp in Pacaymayo an. 

Zur Happy Hour gab es wieder mit Tee, Popcorn und Kekse. Danach gab es wieder ein leckeres Abendessen. Das Menü wurde wie am Vortag frisch zubereitet. Und das mit einer Stirnlampe und ein paar Taschenlampen. Anschließend fielen wir todmüde ins Bett bzw. ins Zelt.






Am dritten Tag ging es in der Früh nochmal zwei Stunden steil bergauf. Doch diese zwei Stunden mussten erst mal geschafft werden. Für Annika war es nochmal eine Qual, da sie ziemlich platt war und Probleme mit dem Atmen hatte. Doch wir haben es alle drei nach oben geschafft und konnten dann erst mal auf einem angenehmen Wegstück die Natur um uns herum genießen. Uns bot sich ständig eine neue Aussicht auf die Anden. Die Wolken zogen sehr schnell durch die Berge.




Dann gab es auch schon Mittagessen. Unser Guide erzählte uns dann, dass es heute doch möglich sei in Winaywayni zu übernachten. So mussten wir nach dem Mittagessen nochmal drei Stunden steil bergab gehen. Es ging richtig steil runter auf klitschigen unebenen Treppenstufen. 




Wir waren ziemlich erleichtert, dass wir die Treppenstufen noch an diesem Tag gelaufen sind, denn eigentlich hätten wir diesen langen Weg vor dem Machu Picchu frühs und im Dunkeln laufen müssen. Doch die Ankunft in dem Camp war eine mittlere Katastrophe. Wir mussten zweimal umziehen um dann aber glücklicherweise in einem Haus unterzukommen. Unser Guide hat das irgendwie hingedreht. Das Gebäude war verhältnismäßig luxuriös. Wir hatten einen riesen Raum für uns. Wobei wir diesen auch mit unseren fleißigen Trägern teilten. Schlafen mussten wir zwar auf einem harten Fließenboden aber dafür hatten wir eine relativ saubere Toilette. Aufgeweckt wurden wir standesgemäß mit Coca Tee. Nach dem Frühstück liefen wir los zum Machu Picchu bzw. zum Sonnentor. Es dauerte gut zwei Stunden bis wir den ersten Blick auf die Inka-Stadt werfen konnten. Der Ausblick war wirklich atemberaubend. Die Anden geben eine mystische Kulisse.










Nach einer kurzen Pause erkundeten wir dann den Machu Picchu. Mario gab sein Bestens und versuchte uns alles zu erklären. Aber seine Englisch-Kenntnisse waren doch sehr dürftig. Auf dem Machu Picchu selbst ist jede Menge los. Hunderte von Leute strömen mit ihren Führern durch die Stadt. Wir schnappten von den fremden Führern mehr auf als von unserem Führer. Sandfliegen vertrieben uns dann vom Machu Picchu. Nach ca. drei Stunden reichte es dann auch und wir traten den Heimweg nach Aguas Caliente an. Carina und Hörb entschieden sich, nicht den 10 USD Bus zu nehmen. Der Weg ist nicht ohne. Es dauerte gute zwei Stunden bis wir total erschöpft im absoluten Turisten-Ort Aguas Caliente ankamen. Es gibt dort Restaurants ohne Ende. Gefühlt hat jeder Einwohner ein Restaurant. Wir trafen uns dort mit unserer Gruppe um auf den Machu Picchu und den Inka Trail anzustoßen. Übrigens das Restaurant war direkt am Bahnsteig. 



Wir verweilten einige Zeit in dem Restaurant, bis wir unsere Neuseeländer verabschieden mussten. Im Anschluss erkundeten wir Aguas Caliente und bummelten durch die Märkte. Um 18 Uhr ging dann endlich unser Zug Richtung Cusco. Total erschöpft erreichten wir gegen 23 Uhr Cusco und konnten in das Zimmer einchecken. Nach einer verdienten Dusche schliefen wir alle Drei sofort ein. Die letzten zwei Tage in Cusco ließen wir entspannt angehen. Am Samstag ging es dann mit einer 22 Stündigen Busfahrt zurück nach Lima.

Tipps:
- Den Nachtbus von Cusco nach Lima haben wir natürlich am Busterminal gekauft. Für sensationelle 79 Soles und das mit Cruz del Sur.
- Unser Tour-Operator für den Inka Trail war Rasgos del Peru. Wir glauben es gibt bessere.
- Party kann man cool im Wildrover Hostel machen. Es ist wie ein Club nur mit Hostel.

Mittwoch, 19. November 2014

Peru - Arequipa (6.11. - 11.11.2014)

Die wunderschöne Stadt Arequipa liegt inmitten der Anden auf 2400 Meter und bietet eine gute Möglichkeit sich zu akklimatisieren. Wir müssen ja noch etwas höher - der Machu Picchu ruft Anfang Dezember. Nach ca. 12 Stunden ungemütlicher Busfahrt kamen wir in Arequipa an. Wir machten uns erst mal auf die Suche nach einem Hostel. Los ging es im Zentrum der Stadt. Einmal quer durch die Stadt liefen wir einige Hostels ab. Nach zwei Stunden haben wir uns dann doch für das zweite Hostel entschieden, dass wir direkt am Anfang angeschaut haben. Wir hatten ein 6-Bett Zimmer mit einzelnen Betten und viel Platz für unser Gepäck. Da wir ziemlich kaputt von der Busfahrt waren und wir die Höhe sehr zu spüren bekamen, gingen wir früh ins Bett. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich mit frisch gepressten Orangen- und Ananassaft. Danach machten wir uns auf den Weg in die Stadt. In der Stadt gibt es viele historische Gebäude.












Da man von Arequipa aus den Colca Canyon (der zweittiefste Canyon der Welt) besichtigen kann, hatten wir vor eine Tour zu buchen. Wir klapperten einige Reisebüros ab und fanden ein gutes Angebot. Es gab die Wahl zwischen einer Tagestour und einer Zweitagestour inklusive Trekking und Übernachtung. Annika entschied sich aus gesundheitlichen Gründen und wegen der Höhe für die Tagestour. Carina und Hörb entschieden sich für die Zweitagestour. Für Annika ging es um halb drei morgens los. Carina und Hörb starteten um halb vier. Nach einer 3,5 stündigen Busfahrt inmitten durch die Anden auf einer verlassenen Straße, die zum Teil nur aus Schotter besteht, kamen wir in einem kleinen Dorf an, wo es erst mal Frühstück gab. Danach ging es weiter mit dem Bus zu der Aussichtsplattform Cruz del Condor. Von dort aus kann man die größten Raubvögel der Welt – Kondore beobachten, wie sie über den Canyon fliegen. An der Aussichtsplatform trafen wir drei uns zufälligerweise. Die einzigartige Landschaft hier in den Anden ist wunderschön.







Für Annika ging es nach 40 Minuten zurück in das Tal mit einigen Stopps an schönen Aussichtspunkten und Dörfern. Als Nächstes ging es dann zu den Hot Springs. Allerdings hat man bei 27 Grad keine Lust auf Hot Springs. Also vertrieb sich Annika die Zeit mit ein paar anderen Leuten aus dem Bus. Wie das Glück es auch wollte, war irgendwas am Bus kaputt. Also hieß es wieder 30 Minuten warten bis es weiter gehen konnte. Als letzter Stopp stand das Mittagessen auf der Tagesordnung. Annika ging mit zwei Holländerinnen und zwei Amis Pizza essen. Mit wieder 30 Minuten Verspätung ging es dann endlich Richtung Arequipa zurück. Zum Schluss hielt der Bus am höchsten Punkt und zwar auf 4910 m. Von dort konnte man nochmal die Aussicht auf die naheliegenden Vulkane genießen. Von wegen. Aufgrund der Höhe hatte Annika sehr mit ihren Augen und der laufenden Nase zu kämpfen, sodass sie sofort wieder einsteigen musste. Nach 17 Stunden war sie endlich in Arequipa zurück. Es war ein sehr langer und anstrengender Tag. Obwohl die Tour eher einer Kaffeefahrt gleichte, war es dennoch ein schöner Tag, da die Landschaft quer durch die Anden einfach nur traumhaft ist.




Carina's und Hörb’s Ausflug war um einiges schweißtreibender. Nach den Kondoren ging es zum Startpunkt der Trekking Tour. Unser Guide „Fidel“ führte uns anfangs noch gemächlich den Canyon hinunter. Nach ca. einem Kilometer ging es dann ins Steile. Über fußballgroße Brocken mussten wir den Berg hinunter steigen. Wir konnten kaum die Aussicht genießen, da wir ständig auf den Weg schauen musste. Ein falscher Tritt und man rutscht gleich mal ein paar hundert Meter den Steilhang runter. Nach dem mühsamen 2,5 stündigen Abstieg hatten wir die 1000 Höhenmeter geschafft und sind endlich an einem wunderschönen Fluss angekommen. Doch wir freuten uns zu früh, es ging nach einer kurzer Pause eine Stunde schön steil bergauf bis zu einem kleinen Dorf, in dem es ein leckeres Mittagessen gab. Nach dem Mittagessen ging es erstmal durch den grünen Teil des Canyons. Unser Guide erklärte uns einige Pflanzen und Früchte. Dann führte der Weg wieder hinunter ins Tal bis wir zu einer Oase inmitten des Canyon an. Unsere Unterkunft sah von außen super aus. Mit Pool und Garten. 






Übrigens der Garten wurde von Eseln gemäht. Nach einer lauwarmen Dusche gab es ein leckeres Abendessen. Wir zogen uns ziemlich bald in unser „Zimmer“ zurück. Das Zimmer gleichte eher eine Gartenlaube, ohne Strom und ohne abschließbarer Türe. Wir bliesen also die Kerze aus und legten uns schlafen. 




Um 4.30 weckten uns dann unsere Nachbarn. Wir hatten selbst leider keinen Wecker oder Handy dabei. Dann ging es auch sofort los. In einem Affenzahn startete die Gruppe vom Tal aus hinauf auf den Berg. 1200 Höhenmeter sollten ohne Frühstück überwunden werden. Ja, wirklich 1200 Höhenmeter!! Und das auf 6 Km. 




Wieder mussten wir uns über fußballgroße unbefestigte Steinbrocken quälen. Carina’s Wanderschuhe wurden dabei ganz schön in Mitleidenschaft gezogen.  Letztendlich haben es die Schuhe und wir es geschafft und wir waren mächtig stolz aufeinander. Fraglich ist noch, ob die Carina's Schuhe nach dieser Bergsteiger-Tour noch für die Salzwüste "Salar de Uyuni" und den Machu Picchu zu gebrauchen sind.




Nach getaner Arbeit gab es ein wohlverdientes Frühstück. Danach ging die Kaffeefahrt los. Zuerst wurden zwei Orte besucht und dann noch ein Hot Spring. Bevor es zurück nach Arequipa ging, sind wir noch an einem tollen Aussichtspunkt vorbei gekommen. Der Aussichtspunkt lag auf 4910 Meter und bot einen super Blick auf die Anden und dabei auf ca. 5 Vulkane.
Nach einem Ruhetag ging es weiter Richtung La Paz, Bolivien. Wir mussten jedoch einen Zwischenstopp in Puno einlegen. War aber nicht weiter schlimm, wir kamen um 8 Uhr abends an, checkten ein Hostel im Zentrum aus und fuhren um 6 Uhr morgens gleich weiter. Der erste Bus war noch luxuriös. Wir saßen in der ersten Klasse mit super viel Freiraum und Klimaanlage. Kurz nach der Grenze in Copacabana mussten wir dann umsteigen. Da der Bus aber überbucht war, mussten wir in einem Chicken-Bus nach La Paz. Naja, so schlimm war es dann doch nicht als befürchtet. Unsere Geruchssinne sind ja mittlerweile schon abgestumpft. Zur unserer Überraschung mussten wir auch noch kurz nach Copacabana mit dem Boot ein kleines Stück fahren. Wir selbst wurden mit einem kleinen Boot rüber geschippert. Dort angekommen, mussten wir ängstlich mit ansehen, wie unser Bus indem unser großen Rucksack noch drin war, mit einem sehr sehr kleinen Holzfloß übergesetzt wurde. Zum Glück ging alles gut.



In La Paz bot sich uns dann ein atemberaubender Blick auf die Stadt. Die Stadt ist riesig und hat einen Höhenunterschied von 1000 Metern und einen Temperaturunterschied von 10 Grad Celsius.

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Reisetipps:
Das Hostel Los Andes ist wirklich top. Das geräumige Sechs-Bett-Zimmer hat gerade mal 25 Sol gekostet inklusive einem frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück.
Die Free-City-Tour ist auch ganz witzig.
Von Ica nach Arequipa sind wir mit Civa für 54 Sol gefahren. Den Preis kriegt man aber nur auf der Civa-Seite und nur wenn die Sprache auf Spanisch eingestellt ist.
Wie wir im Nachhinein erfahren, gibt es auch entspanntere Colca-Canyon Touren wie unsere. Wir haben übrigens für die Zwei-Tages Tour ca. 95 Sol bezahlt. Eintritt für den "Nationalpark" sind 70 Sol.

Donnerstag, 13. November 2014

Peru - Huacachina (4.11. - 6.11.2014)

In Ica angekommen nahmen wir uns ein Taxi und fuhren in die Wüstenoase Huacachina. Dort angekommen zeigte uns der Taxifahrer ein Hotel. Allerdings war das Preis-Leistung-Verhältnis, wie erwartet, unter aller Sau. Also entschieden wir uns auf eigene Faust ein Hostel suchen. Wir fanden ein nettes Hostel in dem auch viel los war. Jedoch konnten wir das Zimmer nicht einzeln buchen sondern nur inklusive der Buggytour und Sandboarding in der Wüste. Uns blieb also nichts anderes übrig als die Kombination zu buchen. Der kleine beschauliche Ort Huacachina ist umgeben von hohen Sanddünen inmitten einer Wüste. Im Zentrum des Dorfes befindet sich eine Lagune. Nach Bildern im Internet sollte das Wasser der Lagune blau türkis sein. Jedoch war das Wasser eher braun. Am Nachmittag erkundeten wir den Ort und schauten uns einen Sonnenuntergang auf einer Sanddüne an.




Am nächsten Tag machen wir nachmittags die bereits gebuchte Buggy Tour. In den einzelnen Buggys hatten 14 Personen Platz. Wir hatten natürlich den ältesten und verrücktesten Fahrer. Mit Vollgas ging es bereits durch den Ort und dann ab in die Wüste. Wie ein Verrückter schoss der Alte die steilsten Sanddünen hoch und runter. Wir fühlten uns wie in einer Achterbahn. Soweit wir schauen konnten nur Sand.





Wir stoppten in den Dünen um die Sandboards auszupacken. Jeder bekam ein Board und eine Kerze um das Board zu wachsen. Mit dem Board in der Hand ging es an die Kante der Düne. Puh, da ging es ganz schön steil runter. Nach einer kurzen Einweisung lagen schon die ersten mit dem Bauch auf dem Board und fuhren kreischend den Sandberg herunter. Annika hatte zuerst schon ein bisschen Schiss. Aber sie fuhr trotzdem und es hat sich gelohnt. Insgesamt waren es 6 Abfahrten. Wir hatten sau mäßig Spaß. Nur der vorletzte Berg, der nicht so steil aussah, hatte es in sich. Mit aufgeschürften Hüftknochen und Beinen kamen wir unten an. Anschließend ging die Fahrt wieder zurück ins Hostel. Die Buggy-Tour hat sich wirklich gelohnt. Adrenalin pur und ein geiles Gefühl einfach in der Wüste zu stehen. Zugegeben, eine typische Wüste war es nicht. Es hatte tagsüber vielleicht 25 Grad.









Im Hostel angekommen nahmen wir eine Dusche und dann ging es weiter mit dem Nachtbus nach Arequipa. Um Geld zu sparen buchten wir nicht die bekannten Touristenbusse, sondern entschieden uns für eine deutlich günstigere Busgesellschaft, Civa. Bereits am Busterminal bemerkten wir, dass wir die einzigen Touristen unter lauter Einheimischen waren. Viele Backpacker, die wir getroffen haben, entschieden sich für das All-Inklusiv-Paket von Peru Hop on Hop off. Das Paket kostet aber (150 Dollar). Als die Bustüre aufging, kam uns erstmal ein muffiger Geruch entgegen. Der Bus war ein Doppeldecker und wir hatten uns im Vorfeld Plätze in der ersten Reihe reserviert. Natürlich waren diese besetzt als wir in den Bus einstiegen. Da wir noch immer nur ein paar Brocken Spanisch sprechen, mussten wir den Typen vom Busterminal zu Hilfe holen, um unsere Plätze zu bekommen. Kaum ging die Fahrt los, machte der Busfahrer erst mal die Klimaanlage an. So haben wir die ganze Nacht gefroren und konnten deshalb kaum schlafen. Die Fahrt war also nicht gerade angenehm. Außerdem überholte der Fahrer an den unmöglichsten Stellen, was wir trotz der gebrochenen und angelaufenen Frontscheibe ganz gut beobachten konnten. Dafür konnten wir am Morgen einen traumhaften Sonnenaufgang über dem Meer genießen. Als die Sonne dann den Bus erwärmte, hielt es der Busfahrer nicht mehr für nötig die Klimaanlage einzuschalten. So mussten wir bei gefühlten 30 Grad die restlichen 3 Stunden schwitzen. Insgesamt dauerte die Busfahrt von Ica nach Arequipa 11 Stunden.

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Empfehlungen:
In Huacachina sollte man wirklich nicht mehr als 1 Nacht bleiben. Mehr als die Buggy-Tour kann man dort nicht machen. Die Tour wird einem auch meist gleich im Hostel beim Einchecken mit verkauft.
Von Lima sind wir über Ica nach Huacachina gekommen. Auf http://excluciva.com.pe/ haben wir den Bus nach Ica für 19 Sol gebucht. Das Angebot gab es komischerweise nur, wenn man die Sprache auf Spanisch einstellt. Von Ica sind wir dann per Taxi nach Huacachina.