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Dienstag, 10. März 2015

Vietnam - Phu Quoc (22.2. - 26.2.2015)

Nach dem Trubel in Saigon brauchten wir erst mal Erholung. Wir beschlossen die letzten Tage in Vietnam auf die Insel Phu Quoc ausklingen zu lassen.  Mit dem Nachtbus von ging es von Ho Chi Minh nach Rach Gia. Da wir unser Fährenticket nicht rechtzeitig gebucht hatten, hieß es noch in Ho Chi Minh das alles ausgebucht ist und wir die Nacht in Rach Gia verbringen müssen. Wir hätten dann am nächsten Tag erst die Fähre nehmen können. Wir dachten uns, wir können ja trotzdem mal in der Früh zum Hafen fahren und vielleicht gibt es ja doch noch irgendwie Tickets. Aber auch am Hafen, hieß es, dass für den heutigen Tag alles ausgebucht ist und außerdem werden am Hafen keine Tickets verkauft. Nun gut, der nächste Ticketshop war zum Glück nicht weit. Dort wurden wir zunächst abgewiesen, aber dann kam uns ein sehr hilfsbereiter und gut englisch sprechende Vietnamese zur Hilfe. Er hat es dann irgendwie geschafft, dass wir für zwei extra Dollar doch noch Tickets für die nächste Fähre bekommen. Wir bekamen drei Tickets, zwei waren grün und eines rot. Außerdem waren das Datum und die Fahrzeit mit Tippex ausgebessert worden. Naja, Ticket ist Ticket dachten wir und wir gingen zur Fähre. Vor dem Einstieg warteten die Kontrolleure und ein paar Polizisten. Natürlich zogen die Polizisten uns heraus und wollten unser Ticket sowie unseren Pass und das Visa sehen. Da ist uns das Herz schon etwas in die Hose gerutscht. Nach ein paar Sekunden gaben sie uns den Pass und die Sachen wieder zurück. Puh, es war anscheinend nur eine Routinekontrolle. Phu Quoc liegt nämlich sehr nahe an der Grenze zu Kambodscha. Man könnte fast rüber padeln. Nach 2,5 Stunden relativ ruhiger Fährenfahrt kamen wir auf der Insel Phu Quoc an. Wir fuhren mit einem Bus ins Zentrum und suchten eine Bleibe. Da immer noch Neujahr bei den Vietnamesen war, fanden wir erst nach einigen Absagen ein Zimmer der unteren Mittelklasse. Wir erkundeten am Nachmittag den Strand, der nur ein paar Gehminuten entfernt war. Der Strand an sich ist wirklich schön aber das Wasser ist nicht wie auf den Bildern türkis und klar. Es ist dreckig und voller Quallen, sodass man nicht einmal baden kann. Dafür genossen wir einen herrlichen Sonnenuntergang unter Palmen. 




Der Strand mit weißem Sand und türkisem Wasser befindet sich ca 25 km vom Zentrum. Also liehen wir uns wieder Roller aus, um dorthin fahren zu können. Nachdem wir uns zweimal verfahren haben, kamen wir dann endlich am Sao Beach an. Und ja dieser Strand sieht um einiges schöner aus als der Strand im Zentrum der Insel. Weißer feiner Sand und kristallklares Wasser. 




Nach gut zwei Stunden machten wir uns auf den Heimweg. Nach fünfminütiger Fahrt machten uns Einheimische darauf aufmerksam, dass mit dem Roller von Hörb und Annika etwas nicht stimmt. Also stoppten wir kurz um nachzusehen. Wir stellten fest, dass der Roller einen Platten hat. Da die nächste Werkstatt nur 500 m entfernt ist, fuhr Annika bei Carina mit und Hörb fuhr mit dem Platten alleine weiter. Kurz danach machte uns dann Carina´s Roller einen Strich durch die Rechnung. Die Batterie war leer, aber so leer das der Roller nicht mal mehr mit dem Kickstarter ansprang. Einige Einheimische wollten uns helfen und versuchten ebenso den Roller anzukicken, jedoch vergeblich. Also hieß es schieben, schieben, schieben bis zur nächsten Werkstatt. Dort trafen wir nette Mechaniker. 



Mit Händen und Füßen erklärten wir ihnen was an den Rollern kaputt sei. Ruckzuck flickten sie den Platten. Die Batterie vom anderen Roller war dann auch soweit aufgeladen, das er wieder ansprang. Das Ganze kostete nicht mal 2 €. Dafür würde sich in Deutschland niemand die Finger schmutzig machen. Da es schon dunkel wurde, machten wir uns dann auf den schnellsten Weg nach Hause. Die Dame vom Rollerverleih war so nett und gab uns auch das Geld zurück, dass wir in der Werkstatt bezahlen mussten. 
Da Annika Brechdurchfall bekam verschoben wir unsere Weiterreise um einen Tag. Carina und Hörb verbrachten die letzten zwei Tage am Strand und überlegten schon mal wo sie nach Vietnam und Kambodscha hinreisen wollen. Es waren schöne Tage auf Phu Quoc. Allerdings hätten wir uns ein bisschen mehr erhofft, denn so traumhaft wie auf den Bildern im Internet sieht wirklich nur der "Sao Beach" aus. Auch die Preise für Lebensmittel bzw. für Essen im Restaurant sind teurer als in den anderen Städten, die wir in Vietnam besucht haben. Irgendwie hat auch ein kleines Backpacker-Viertel gefehlt, wo ständig was los ist. Aber vielleicht haben wir es einfach nicht entdeckt. Jedoch haben wir einen Markt entdeckt auf dem es so chaotisch zu ging, dass es echt ein Erlebnis war. Der Markt verkaufte frische Lebensmittel, die meisten davon natürlich in der Sonne liegend. Die Leute kauften sozusagen im Vorbeifahren ein. Sie stiegen nicht mal von ihren Rollern ab. 





Manchmal halten sie nicht mal an sondern fahren nur langsam den Stand entlang. Natürlich entsteht dadurch ein riesen Stau. Hier regt sich aber niemand auf, sondern man findet sich damit ab und versucht sich durch das Chaos zu schlängeln.

Dienstag, 3. März 2015

Vietnam - Mui Ne (13.2. - 17.2.2015)

Nach der Mekong Delta Tour verbrachten wir nochmal eine Nacht in Ho Chi Minh bevor es dann am nächsten Morgen weiter nach Mui Ne oder auch „little Russia“ genannt ging. Die Busfahrt dauerte für 250 km ca 8 Stunden. Der Bus war auch sehr gewöhnungsbedürftig und ist mit einem „fahrenden Bett“ zu vergleichen. Man sitzt nicht, sondern liegt und die Liegeplätze sind zweistöckig. Aber kaum zu glauben wir hatten ziemlich gutes Internet die komplette Fahrt über. Wir kamen nachmittags in Mui Ne an, wo wir ziemlich abseits des Tourismus ein nettes Gästehaus fanden. Das Zimmer, beziehungsweise die Zimmer mit drei King-Size Betten, einem Kühlschrank und privaten Bad kostete 12 Euro pro Nacht. Wir verbrachten die Tage am Strand, der natürlich nicht mit den Stränden in Thailand zu vergleichen ist, denn das Wasser war braun und kalt. War etwas enttäuschend aber wir sind einfach schon zu sehr verwöhnt mit traumhaften Stränden. An einen Tag mieteten wir uns einen Roller und fuhren zu den roten und weißen Sanddünen. Der Weg zu den weißen Sanddünen war wirklich abenteuerlich. Die letzten Kilometer waren sehr sandig. Es war ziemlich schwierig mit den Rollern dadurch zu kommen. Nach Huacachina war die Sanddünen etwas enttäuschend. Es ist vielleicht ganz nett, wenn man noch keine Wüste gesehen.




Schöner als die Dünen war eigentlich der Weg dorthin. Wir fuhren entlang der Küste und sahen viele Kilometer einsame Strände.


Ein paar Kilometer war die Erde ganz rot. Da wussten wir, wir sind nicht mehr weit weg vom Red Canyon.



Fast am Ende unseres Ausflugs fuhren wir durch das Fischerdorf Mui Ne. Wir mussten aber an den vielen Fischrestaurants halten. Der Fisch sah so gut aus und schmeckte wirklich wirklich gut.

 



 Da Mui Ne bekannt für sein Wind und Kite Surf Sport ist, suchten wir die Kitesurfer. Und wir fanden sie auch. Der Strand war von unserem Hostel fast 4 Kilometer weg. Aber der Weg hat sich gelohnt. Der Strand war viel schöner wie vor unserem Hostel. Hörb nutzte gleich die Gelegenheit und nahm eine Stunde bei einen der Kitesurf-Schulen.




Mui Ne beziehungsweise der Strand an dem die ganzen Kitesurfer sind, ist relativ teuer. Hier verbringen jedes Jahr sehr viele Russen ihren Urlaub. Alles ist auf den russischen Besuch vorbereitet. So gibt es die Speisekarten in den Restaurants natürlich auch in der kyrillischen Schrift.

Montag, 2. März 2015

Vietnam - Mekong Delta (11.2. - 12.2.2015)

Wenn man in Vietnam ist, ist die Mekong Delta Tour ein absoluter Muss. Daher buchten auch wir eine Tour. Wir entschieden uns für die 2 Tages Tour mit einer Übernachtung bei TK Travel. Das war ein echtes Schnäppchen. Nur 19,00 Euro mit Übernachtung in einem Hotel. Da haben wir unsere Erwartungen mal ganz schnell runter gefahren. Am Mittwoch morgen ging es um 8 Uhr mit dem Bus los. Nach 2 Stunden Busfahrt sind wir an unserem ersten Stop angekommen. Wir saßen in unter einer Holzhütte und bekamen verschiedenes Obst zum probieren. Dazu gab es dann live vietnamesische Hausmusik. Danach ging es mit Longtail-Boote durch einen Fluss im Dschungel zu einer Coconut Candy Farm.




Dort konnten wir bei der Herstellung dieser Art von Süßigkeiten zuschauen und natürlich auch probieren. Das wird natürlich alles noch per Hand hergestellt. Im Anschluss gab es Tee mit Honig. Nicht zuletzt packte unser Guide auch noch eine riesen Python Schlange aus. Wir durften sie anfassen und uns um den Hals hängen. 


Da unsere Mägen schon knurrten, ging es mit einem Schiff auf dem Mekong Fluss zum Mittagessen. 




Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Schiff zurück um mit dem Bus weiter fahren zu können. Der nächste Stop waren riesige Buddha Statuen. Wir hatten einige Minuten Zeit um uns die Statuen aus nächster Nähe anzuschauen und Fotos zu machen. 




Der letzte Stop an diesem Tag war dann die Stadt Can Tho. Dort übernachteten wir in einem Hotel, da es am nächsten Morgen von hier aus weiter ging. Da wir am folgenden Tag sehr früh aufstehen mussten gingen wir an diesem Abend früh ins Bett. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 5:30 Uhr und es hieß Sachen packen, auschecken und Frühstücken. Um 7:00 ging es dann endlich los. Wir besuchten die Floating Markets auf dem Mekong Fluss. Mit einem Schiff fuhren wir dorthin. Ist schon sehr beeindrucken, dass die Menschen dort alles von Schiff zu Schiff verkaufen. Egal ob Lebensmittel oder Blumen. Auch den Kaffee oder das frische Obst kauften wir von Schiff zu Schiff. Auf dem Markt war ziemlich viel los aber ist auch logisch, dass das beste Geschäft gleich früh morgens geht.





Nach gut zwei Stunden auf den Floating Markets fuhren wir weiter zu einer Reis Nudel Farm. Dort konnten wir zuschauen, wie Reisnudeln per Hand hergestellt werden. 






Im Anschluss besuchten wir noch so eine Art botanischen Garten. Dort bekamen wir dann noch einen sehr direkten Einblick über das vietnamesische Essen. Es gab gegrillte Ratte, Frosch und Schlange. 


Die Schlange wurde lebendig auf den Grill gelegt. Und kurz danach wurde der Kopf und der Schwanz abgeschnitten. Natürlich hat keiner von uns Dreien etwas von den „Köstlichkeiten“ probiert, da uns eher schlecht bei dem Anblick wurde. Gegen Mittag kamen wir wieder zurück in Can Tho an. Wir suchten uns was leckeres zum Essen und gingen dann zurück zum Hotel. Von dort aus ging es wieder mit dem Bus zurück nach Ho Chi Minh. Wir haben auf unserer Reise ja schon einige Touren miterlebt und wir müssen sagen, dass die Melkong Delta Tour von TK Travel bis jetzt die professionellste Tour für den besten Preis war. Für eine Übernachtung, ein Mittagessen und ein Frühstück inklusive Transfer und Guide war die Tour auf jeden Fall keine Abzocke und ist weiter zu empfehlen.

Sonntag, 1. März 2015

Vietnam - Ho Chi Minh City (5.2. - 10.2. & 18.2. - 21.2.2015)

Um nach Vietnam zu kommen flogen wir erst mal von der Insel Langkawi mit einer Propeller Maschine von Fire Fly nach Kuala Lumpur. Für uns alle war der Flug mit einer Propeller Maschine Neuland. Bereits beim Start wackelte die komplette Maschine. In der Luft wurde es etwas ruhiger. Wir sahen aus dem Fenster und uns kam es uns vor, als wie wenn man stehen bleibt. Wir flogen so ganz langsam durch die Wolken. Manchmal sah es so aus als würden wir mit dem Zug durch eine schneebedeckte Landschaft fahren. Der Landeanflug war das Schlimmste. Die Maschine wackelte und flog so arge Kurven, dass man dachte, wir machen gleich eine Rolle. Trotzdem war es insgesamt besser als Bus fahren. Außerdem kostete uns der Flug nur 22 €.


Dafür war der Weiterflug mit Vietnam Airlines Top. Super Essen, leckerer Wein, warme Decken - so lässt es sich angenehm fliegen. In Ho Chi Minh (Die Stadt hieß vor 1975 Saigon) angekommen, bangten wir erst mal ob alles mit unseren Visa-on-Arrival klappt. Wir mussten das Einladungsschreiben herzeigen und 45 $ bezahlen. 10 Minuten später hatten wir das Visum. Als wir den Flughafen verließen, fühlten wir uns wie Popstar. Eine Menge von Leuten empfing uns vor dem Flughafen. Weshalb da soviel Leute waren, konnten wir nicht raus finden. 

Weiter ging es mit den Taxi in das von den Backpackern beliebte District 1. Dann hieß es mal wieder Hostel suchen. Wir bekamen eine Absage nach der anderen und es war eh schon 11 Uhr nachts. Nach 2 Stunden Suchen, haben wir was gefunden was für eine Nacht ok war. Am nächsten Tag haben wir dann zum Glück was Neues gefunden. Das Hostel Koniko, dass sich mitten an der belebten Bui Vien Strasse befindet. 



Einer der vietnamesischen Mitarbeiter spricht sogar deutsch. Er war nämlich vor 25 Jahren mehrere Jahre in einem Automobilwerk (IFA) in Sachsen. Er und seine Kolleginnen haben sich sehr rührend um uns gekümmert.
Saigon ist schwierig zu beschreiben. Saigon muss man einfach erleben. Am Besten in einem Cafe oder Pub. Dort einen Eiskaffee oder ein Bierchen bestellen und einfach nur das Geschehen auf der Strasse beobachten. Es ist laut. Ständig hupen die Rollerfahrer. Und die Roller stehen überall. Autos gibt es nur wenige. Die meisten die rum fahren sind Taxis. Es braucht auch niemand ein Auto, denn es wird einfach alles auf dem Roller transportiert. Egal ob Möbel, 2 m große Glasscheiben oder die Familie mit Frau 3 Kinder und Hund. Um den Smog nicht so ausgesetzt zu sein, trägt fast jeder Mundschutz zum Rollerfahren. Manche verhüllen sich komplett und tragen auch noch Handschuhe.




Oft nehmen die Vietnamesen den Mundschutz gar nicht mehr ab. Auf den Strassen versteh das ja noch, aber als wir mit einem klimatisierten Bus fuhren und ich mich umschaute und der halbe Bus Mundschutz trug, fand ich doch etwas übertrieben. 


Nicht mal zum Telefonieren nehmen sie den Mundschutz ab. Der Kleidungsstil der Vietnamesen ist wirklich so wie auf dem Postkarten. Es werden seidenartige Anzüge (sehen aus wie Schlafanzüge) mit kegelförmigen Strohhüte getragen.


Die ganzen Strassen sind voll mit Roller. So viele Roller haben wir noch nie gesehen. Die Einheimischen nutzen ihre Roller nicht nur zum Fahren, sondern auf dem Roller wird geschlafen, gegessen, Maniküre oder gebügelt. Die Strasse zu überqueren wird hier zur Mutprobe. Es gibt keine Ampeln und keiner bremst für Fußgänger. Auch wird quer durch den Gegenverkehr gefahren. So muss man sich einfach vorsichtig die Strasse entlang tasten quer durch die fahrenden Roller in der Hoffnung das diese auch ausweichen. Aber nach zwei drei Tagen hat man es raus und ist nicht mehr so gestresst von dem ganzen Verkehr. Saigon besitzt zwar in jeder Strasse einen Gehsteig nur ist dieser nicht zum gehen geeignet. Sie sind voll mit geparkten Rollern, Strassenständen, Sitzhockern von Imbissen, Verkaufsständen und vielen mehr. Ist der Gehsteig mal frei so benutzen ihn die Rollerfahrer um abzukürzen. Alles was zu Fuß unterwegs ist, sind Touristen. Die Einheimischen fahren alles mit dem Roller. So können die Motor Taxi Fahrer auch nicht verstehen, das man nicht mitfahren will und schreien einen an. „Where? Where?“. Am liebsten hätte ich „Des gehört Dir einen Scheissdreck an!!“ geantwortet.
Wir liebten es in unserem Restaurant LAM Cafe an der Strasse zu sitzen und das Strassengeschehen zu beobachten. Bei einem Essen unter 2 €, einem Bier für 50 Cent oder einen frisch gepressten Fruchtsaft für 70 Cent kann man schon mal mehrere Stunden dort verbringen.


Jedoch braucht man gute Nerven. Kaum Platz genommen kommt der erste Sonnenbrillen Händler. Gefolgt vom Buch-, Zigaretten- und Kaugummi-Verkäufer. Am Besten nie ohne Sonnenbrille, Buch, Zigaretten und Kaugummi außer Haus gehen. Das Schlimme ist jedoch dass bereits kleinen Kinder mit 4 Jahre und Behinderte als Verkäufer missbraucht werden. Leider funktioniert es ziemlich gut. Der Niedlichkeitsbonus zieht.
Gerade das Backpacker-Stadtviertel ist bekannt für sein Nachtleben. Eine Bar neben der anderen. In einigen Bars warten aufreizend bekleidete Damen. Ihre Absichten sind klar erkennbar. Und es gibt viele männliche Touristen die sich mit den Damen vergnügen. 


Unser Hostel ist mitten drin und so fühlt man sich nachts im Bett wie mitten im Club. Denn hier wird jeden Tag Party gemacht. Die Musik ist wirklich laut. Zum Glück hatten wir Ohropax mit auf der Reise.
Die Architektur der Stadt ist sehr ungewöhnlich. Häuser sind maximal drei bis fünf Meter breit. So auch unser Hostel. Es hat in jeden Stock nur 2 Zimmer und ein Treppenhaus. Dafür haben alle Häuser mindesten 3 Stockwerke.
Hörb und Ca besuchten das Kriegsopfermuseum. Dies ist eine Fotoausstellung von original Fotos aus dem Vietnam Krieg. Bereits im Internet hatten wir gelesen das die Fotos sehr bedrückend sind. Jedoch dachten wir nicht das wir solche krassen Fotos sehen. Und die Geschichten zu den Fotos gingen wirklich unter die Haut. Vor dem Museum sind übrigens noch ein paar Militärfahrzeuge und Helikopter ausgestellt.


Auch der Besuch am Ben Thanh Markt durfte nicht fehlen. Nur hatten wir uns diesen wesentlich entspannter vorgestellt. Der Ben Thanh Markt ist eine Halle vollgestopft mit Verkaufsständen, die einem kaum Platz zum Durchgehen lassen. Es ist unmöglich an einem Stand vorbei zu gehen ohne das man von der Verkäuferin angeschrien wird. Was sie denn für tolle Sachen hat und nach was man sucht. Fragt man dann aus Neugier nach dem Preis, wird man beinahe schon beschimpft weil man ja eh nix kaufe. Die eine Verkäuferin gab Ca gleich eine am Arsch für die Frechheit nach dem Preis zu fragen. Schnell waren wir uns einig, einfach nur noch raus hier! Zum Shoppen ist es hier auch super, da alles sehr billig ist. Auch die angesagten Marken wie Vans Converse oder wie sie alle heißen und natürlich alles "original", jedoch in guter Qualität zu einem gutem Preis.
Hörb verbrachte viel Zeit in Elektroläden, da er sein Smartphone leider unbrauchbar war. Das Display ist genau in der Mitte gesprungen und der untere Teil des Touchscreen geht nicht mehr. Aber die Smartphones sind in Vietnam doch nicht so billig wie angenommen.
Ach ja, schwierig war es mit dem ganzen Geld klar zu kommen. Zwar konnte man am Bankautomaten nur 85 Euro abheben. Aber in vietnamesischen Dong sind das 2.000.000. Problem ist, es gibt keine Münzen. So ist der 500.000er neben dem 1.000er und dazwischen jede Menge anderer unterschiedliche Scheine. Es war schon oft peinlich wie lange wir brauchten zum Zahlen. Oft hat uns die Bedienung geholfen die richtigen Scheine in unserem Geldschein-WirrWarr zu finden.
Wir verließen Saigon zweimal. Einmal für die Zwei-Tages-Tour zum Me Kong Delta und einmal für vier Tage um uns Mui Ne anzuschauen. Zu den zwei Ausflügen werden wir noch extra Posts schreiben.
Zurück aus Mui Ne kamen wir wieder in unser Hostel Koniko Backpackers. Die Stadt war voll in den Vorbereitungen für das vietnamesische Neue Jahr.



Wir feierten natürlich mit. Die Vietnamesen feierten mit ihrer Familie ganz groß. So waren viele Geschäfte und Restaurants zu bzw. waren nicht zugänglich weil die Vietnamesen selbst mit ihrer Familie dort feierten. Wir stellten schnell fest, so trinkfest sind die Vietnamesen nicht. Es gab mehrere Rangeleien. Einige wurden auch aus den Bars raus getragen. Generell sind sie ja immer so höflich und zuvorkommend. Doch im Rausch sind sie ganz anders. Da werden sie aggressiv und streitlustig. Manche ticken derart aus, dass sie zur nächsten Glasflasche um damit den gegenüber zu bedrohen oder dem anderen die Glasflasche über den Schädel zu ziehen.
Wir waren in einer der typischen Bars. Eigentlich war es ein Eingangsbereich eines Hostels, der mit Stühlen und Tischen besetzt war. Musik, gute Musik, dröhnte aus den Boxen. Und das Publikum war sehr gemischt. An unserem Tisch saßen ein Irländer (war geistig oft abwesend), zwei aus Kroatien, ein Ungar, eine Französin und ein Schweizer. Ach ja, das Feuerwerk war enttäuschend. Jedes Volksfest hat ein besseres. Aber dafür war die Stimmung unter den Backpackern gut. Naja bei einem Bier für 50 Cent ist es gar nicht so schwer. 
Die ganze Feierer dauert vier Tage an und es wurde immer verrückter. Wir beobachteten immer mehr Streitigkeiten. Dazu kam das Ca's Handtasche von zwei Motorradfahrer mitgerissen wurde. Wir mussten dann anschauen wie die Motorradfahrer, die Mittagsruhe in der Bui Vien nutzten und mit unserer Kamera und 1.000.000 Dong (40 Euro) davon fuhren. Doch wir waren nicht die einzigen Opfer. Täglich werden dort Touristen von Motorradfahrern beraubt. Hart traf es eine Deutsche, die auch im Koniko war. In ihrer Handtasche waren Pass, Kreditkarte, Geld und Smartphone.
Anfangs fanden wir Ho Chi Minh richtig geil. Es ist richtig was los. Aber die Diebstähle und sonstigen Abzockereien trüben das Bild schon sehr. So waren wir dann doch froh Ho Chi Minh in Richtung Phu Quoc zu verlassen.